BRAUN-KLABES
   
  HUNDESCHULE
HUNDEHOTEL  
 

Wir fördern das Team Mensch und Hund
 

 

Home                        

  Über uns                    
Hundeschule          
Spezialausbildung
Fun-Clubs                
Aktuelles                  
Veranstaltungen    
Trainer                      
Hundehotel             
News                         
 

Anfahrt                     

 
  Kontakt                      
Impressum              

 

Braun-Klabes
Ostendorf 17
48565 Steinfurt
Tel.:   +492552996248
Mobil:+491725337270

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

     
     
 
Was ist Mantrailing
 
 
Mantrailing ist Suche mittels Gebrauchshunden nach vermissten Personen im Team mit einem Hundeführer.

Der Begriff stammt aus dem Englischen von man=Mensch und trailing=verfolgen.

Die Nase ist der am Besten entwickelte Sinn des Hundes. Der Mensch nutzt sie auch, um vermisste Personen zu finden. Beim Mantrailing orientiert sich der Hund, im Gegensatz zum "Fährtenhund" an der tatsächlichen Duftspur des Menschen, am Individualgeruch. Für einen Laien unverständlich ist es, dass diese Suche in eher aufrechter Haltung geschieht. Der Hund hat also nicht, wie bei der Fährtensuche, die Nase dicht am Boden. Die tatsächliche Duftspur des Menschen driftet z.b. durch Windeinwirkung und Sonneneinstrahlung ab, verdünnt sich an einigen Stellen und verdichtet sich dafür eher an windgeschützten Stellen.

Beim MANTRAILING verfolgt der Hund vor allem dem Individualgeruch der einen gesuchten Person.

Nach der heutigen Auffassung besteht der Individualgeruch aus Hautpartikeln, Fettsäuren und anderen Körperausscheidungen, welche von Bakterien zersetzt werden. Diese werden von jeder Person ununterbrochen abgesondert und hinterlassen eine Spur, die so individuell ist, wie ein Fingerabdruck.

Diese sehr feinen Partikel sind zu vergleichen mit Rauch.

Sie werden vom Wind, Luftströmungen und Turbulenzen von der eigentlichen Fährte z.T. um viele Meter weggetragen.

Das führt dazu, dass diese Hunde sich teilweise ganz beachtlich von der Spur entfernen und ganze Teilstücke abschneiden können. Da sie darauf trainiert werden immer dem frischesten Geruch zu folgen ermöglicht es den Hunden ein wesentlich schnelleres vorwärtskommen.

Den Hunden, welche auf diese Art der Fährtensuche ausgebildet sind, ist es möglich eine Fährte in jedem Gelände, Stadt Asphalt und Wald zu verfolgen und diese eine gesuchte Person aus einer Menge von Menschen herauszufinden.

Es spielt dabei keine Rolle, wenn die gesuchte Person mit dem Rad oder hoch zu Pferd unterwegs war.

Bei dieser Art von Suchhunden lässt man den Hunden freie Wahl, wo und wie sie ihre Nase einsetzen, man lässt die Hunde auf Wegkreuzungen, Verleitfährten usw. absichern auch wenn eine Richtungsänderung überlaufen wurde spielt dies keine Rolle, an Prüfungen gibt es keine Punkte.

Hier wird nur bewertet ob das Team Hund mit Hundeführer die gesuchte Person findet und korrekt anzeigt.

Wie sie das machen spielt keine Rolle nur der Erfolg zählt. Es müssen bei diesen Fährten keine Gegenstände gesucht werden.

Hunde mit einer solchen Ausbildung werden in Amerika, England und der Schweiz von der Polizei zur Suche von, zum Teil schon über längere Zeit, vermissten Personen (Kinder, Pilzsucher, Alzheimer Patienten u.s.w.) eingesetzt.

Der Hund arbeitet an der langen Leine im Suchgeschirrr und folgt dem Geruchsbild der Person, deren Geruch er mit Hilfe eines Geruchträgers (z. B. Kleidung, Schlüssel, Tempos etc.) identifiziert hat.

In der Ausbildung lernt der Hund, den speziellen Geruch von Personen aus einer Vielzahl von Verleitungsfährten herauszufiltern und zu verfolgen, bis er die Person gefunden hat.
Wir gehen nochmal ins Detail:

- Was riecht der Hund

Zusammensetzung des Fährtengeruchs
- Bodenfährte (Bodenverletzung, Vegetation, Geruchsstoffe wie Blut, Sekrete, Schweiß nach Anschuss inkl.   bakterielle Abbauprodukte)
- Eigengeruch des Menschen/Tieres durch Geruchspartikel (Hautschuppen) und Gase inkl. bakterielle    Abbauprodukte
- Einfluß von Wind, Termperatur und Feuchtigkeit auf die Geruchsbildung und -erhaltung
- Altersunterschied im Fährtenverlauf gibt die Richtung der Fährte vor

- und - Unterschied zu anderen Fährtensuchen

Arbeitsweise des Schweißhundes
- Ausgebildet (bestimmtes) verletztes oder angschossenes Wild zu verfolgen:
  Schweißspur (Blut, Gewbsreste, Pansensaft, Hautfetzen, Haare, Kot ...)
- Fährte muß mehrere Stunden alt sein, Hund arbeitet nur Bodenfährten aus. Frischer Eigengeruch des   Wildes verweht und verleitet den Hund von der Fährte weg.
- Wildschweiß hat eine völlig andere Qualtität als menschliche Blutspuren;
  Schweißhunde sind nicht dazu ausgebildet im Einsatz vermisste Menschen zu suchen!!!
  Sie verlieren die Spur schnell, sobald die Blutspur endet (Notverband!), sofern sie ihr überhaupt folgen, und   zeigen keine Menschen an.

Arbeitsweise des Fährtenhundes -- Tracking dog
- Ausgebildet, einer Bodenfährte bestimmten Alters zu folgen.
  Der Eigengeruch ist ohne größere Bedeutung, da ausschließlich die Bodenverletzungen ausgearbeitet   werden.
- Fährtenhunde kommen für Einsätze nach vermißten Menschen nicht in Frage, da sie der Fährte nur auf   gewachsenem Boden folgen können, über Asphalt nur über kürzeste Strecken. Fährtenhunde zeigen keine   Menschen an und benötigen einen sicheren Abgang, der im Einsatz fast nie gewährleistet ist.

Die Arbeitsweise des Mantrailers
- der Mantrailer nutzt zwar auch die Bodenfährte, orientiert sich aber im Wesentlichen am Individualgeruch   des Fährtenlegers.
- Geruchsdifferenzierung anhand eines Geruchsträgers ist notwendig. Der Hund verfolgt ausschließlich die   Fährte des Vermissten, auch wenn sie von vielen (frischeren) Fremdfährten gekreuzt wird.
- Der Verlauf der Eigengeruchsfährte kann massiv von der Bodenfährte abweichen, wenn Partikel über weite   Strecken verweht werden.
- Die Eigengeruchs-Duftwolke hat ähnliche Eigenschaften wie Rauch, Partikel setzen sich an Hindernissen   (Bordsteinkanten, Wegeränder, Hauseingänge) ab.
  Der Mantrailer arbeitet diese Spuren aus.
- Je frischer die Fährte, desto schwieriger die Ausarbeitung (Partikel haben sich noch nicht gesetzt)

Der Hund benötigt eine Geruchsprobe mit dem Eigengeruch des Vermissten, damit er weiß, welche Fährte er aufsuchen und ausarbeiten soll.

Der Hundeführer nimmt den Geruchsträger während der Suche mit. Er wird am Ansatz benötigt (Fundstelle des Geruchsträgers und Ansatzstelle sind nicht immer identisch), sowie um dem Hund ggf. (Hund speichert den Geruch für mehrere Stunden) nochmals während der Suche Hilfestellung zu geben.

- mögliche Geruchsträger mit möglichst frischem Individualgeruch: Kleidungsstücke, Bettbezug,   Zigarettenstummel, Autoschlüssel, benutztes Taschentuch, Handschuhe........etc.)
- Eigengeruch von Gegenständen, die nicht transportabel sind (z.B. Fahrersitz des Autos), kann auf   geruchsneutrale Gegenstände übertragen werden (steriel Mullkompresse). Dazu wird die Kompresse ca.   10-15 Minuten lang auf die Oberfläche gelegt und ggf. befeuchtet.
- Um Fehlerquellen von vornherein auszuschließen sollte der Geruchsträger ausschließlich vom Hundeführer   angefasst werden, wenn dies unumgänglich ist, müssen andere Personen im Umgang mit dem   Geruchsträger geübt sein und Latexhandschuhe tragen bzw. z.B. eine Grillzange, lange Pinzette o.ä.   benutzen.
- Der Geruchsträger darf nicht mit anderen Individualgerüchen kontaminiert sein, was z.B. bei Jacken, die in   einer Gemeinschaftsgaderobe hingen, oder bei Schmutzwäsche aus einer Gemeinschafts -Wäschetonne   der Fall ist.
- Der Geruchsträger wird z.B. in eine Zippverschluß-Tüte verbracht, andere Personen außer der Hundeführer   sollten genau darauf achten, dass zum Beispiel durch das Drüberbeugen keine eigenen Geruchspartikel   hineinfallen.
- Falls der Geruchsträger durch Fremdgeruch kontaminiert wurde, (z.B. Fahrersitz durch den   Feuerwehrmann, Portemoney durch kontrollierenden Polizisten...), wird der Hund vor dem Fäöhrtenansatz   an allen beteiligten Personen vorbeigeführt. Der Hund kann dabei die Individualgerüche differenzieren und   somit die entsprechenden Personen von der Suche ausschließen.

Ausbildungsziele des fertigen Mantrailers
- Ausdifferenzieren einer bestimmten Fährte anhand eines Geruchsträgers
- Selbständiges Auffinden des Fährtenabganges unter vielen Verleitungsfährten
- Auffinden der frischesten Fährte des Gesuchten
- Verfolgen der Fährte auch über mehrere Kilometer im unterschiedlichsten Terrain (inkl. Stadtbereich)
- Fährtenarbeit bei jedem Wetter (auch Starkregen und Hitze, allerdings möglichst zu meiden, da sehr   fehlterbehaftet)
- Alter der Fährte bis zu ca. 72 Stunden
- Fährten von Fußgängern, Joggern, Fahrradfahrern, Rollstuhfahrern, Inlineskatern und Reitern
- Sichere Anzeige, wenn die Fährte endet oder verloren wurde
- sichere Anzeige am Vermissten (auch innerhalb einer Menschengruppe)

 
       
       
Copyright © Hundeschule Braun-Klabes, Ostendorf 17, D-48565 Steinfurt